Psychische und physische Erkrankungen

Entstehung im Geist

Psychische und physische Erkrankungen entstehen nach der Lehre der Lichtessenztherapie immer in Geist oder Seele. Genau genommen entstehen sie im Geist, denn aus dem Geist wird alles impulsiert. Alles hat dort seinen Ursprung. Geist und Seele sind im Grunde eine Einheit und eigentlich gar nicht voneinander zu trennen. Zu unserem besseren Verständnis kann es hilfreich sein, eine Unterscheidung vorzunehmen. So sprechen wir von Erkrankungen aus dem Geist und Erkrankungen aus der Seele. Bis sich Erkrankungen schließlich auf der Körperebene manifestieren, vergeht meist eine lange Zeit, in der viele Anzeiger und Symptome keine Beachtung fanden.

Mangel und Bedürftigkeit

Wenn wir davon ausgehen, dass alles im Universum nach Vereinung und Einheit strebt, so gilt das selbstverständlich auch für uns Menschen. Denn der Mensch ist ein Abbild des Universums, Mikrokosmos gleich Makrokosmos. Tief in uns tragen wir ein Sehnen nach innerer Freiheit und Frieden und vor allem nach Verbundensein, also Einheit, denn das ist unser Ursprung. Den meisten Menschen ist das nicht bewusst, denn in unserem heutigen Leben und Alltag ist kein Platz dafür. Das Sehnen dient uns nicht mehr als Wegweiser für unser Wohl und wird nicht weiterentwickelt. Stattdessen stellen sich Gefühle des Mangels und der Bedürftigkeit ein. Mangel hat viele Facetten, denen immer das Gefühl einer Trennung, das Getrenntsein, zugrunde liegt. Daraus entwickeln sich vielschichtige Emotionen.

Einige Beispiele für Trennung sind: Ich gehöre nie dazu/ Ich bin allein/ Ich bin nicht gut genug. Aber auch das sich-Vergleichen und das be- oder Verurteilen – sich selbst und andere – stärkt das Getrenntsein und schürt Gefühle vom nicht-genug-Haben oder nicht-genug-Sein.

An dieser Stelle wird bereits klar, wie „gut getarnt“ sich Mangel oder Bedürftigkeit äußern kann. Das Gefühl, nicht verbunden zu sein, wirkt wie ein Antreiber. Menschen entwickeln viele Strategien, um damit zurecht zu kommen. Und dennoch entsteht mit der Zeit ein Leidensdruck, der, wenn er nicht bewusst gemacht wird, in Krankheit mündet.

Du ahnst vielleicht schon, wie viele Verstrickungen von Themen, Mustern, Prägungen und Konditionierungen hier zugrunde liegen können. Einiges haben wir übernommen von Eltern, Großeltern usw. Einiges haben wir uns selbst erschaffen und wieder anderes haben wir aus vergangenen Inkarnationen schon in dieses Leben mitgebracht.

Je nachdem wie ein Mensch beschaffen ist, und hier wird seine Elementefolge wesentlich und ebenso ob er geist- oder seelengeleitet ist, findet die Krankheit dann ihren Ausdruck auf der Geist-, der Seelen- und/oder Körperebene.

Psychische Erkrankungen

Erkrankungen der Seele

Während unser Geist nach klarem und weitem Denken strebt, möchte die Seele ein reines und tiefes Fühlen. Beides ist in uns angelegt, wir leben es jedoch aus vielerlei Gründen häufig nicht.

Das Seelenrufen klopft sehr leise bei uns an und wird im schnellen und lauten Tagesgeschehen häufig als störend empfunden oder geht einfach unter. Über tiefes Fühlen, z.B. in Meditation oder Heilarbeit, können wir zu den Botschaften unserer Seele gelangen. Die Seele hält den Zugang zu unseren ganz persönlichen Fähigkeiten und Talenten bereit und ebenso unseren vorgeburtlichen Plan, der in unsere Berufung mündet. All das dient unserem Wohle und damit dem Wohle aller.

Wird das Seelenrufen dauerhaft nicht wahrgenommen, können Erkrankungen entstehen wie Depressionen, Süchte und andere Abhängigkeiten. Denn auf der unbewussten Suche nach einem Ersatz für ein Erfülltsein, muss der innere Mangel irgendwie befriedigt werden. Diese Menschen leiden häufig unter einer Unvollständigkeit der Gefühle oder innerer Leere. Auch Geistimpulse werden entweder nicht wahrgenommen oder sie werden verdrängt. Auch Burn-out und Angststörungen sind Erkrankungen der Seele. 

Das Erscheinen einer krankmachenden Symptomatik ist darum sehr aufschlussreich in Bezug auf ein dahinter liegendes Thema.

Burn-out

Bevor sich ein Burn-out manifestieren kann, stehen das Funktionieren-Wollen und -Müssen, um private und berufliche Situationen unter allen Umständen aufrechtzuerhalten, im Vordergrund. Diese Haltung erfordert ein überaus strenges und perfektionistisches Verhalten im Umgang mit sich selbst. Die Gründe erscheinen oft logisch und unwiderlegbar. Der Betroffene befindet sich darum in der festen Vorstellung, es gehe gar nicht anders.

Seine fühlende Seite bleibt dabei völlig außen vor. Sie wird verdrängt, abgewertet oder schon gar nicht mehr wahrgenommen. Ein Ausgerichtetsein auf Äußerlichkeiten, die meist auf wirtschaftlichen oder kommerziellen Zwängen fußen, blockiert längst seinen Blick ins Innere und damit auch seine Selbstwahrnehmung. Das verursacht Druck, der sich im Laufe von Jahren mehr und mehr steigert. Da die fühlende Seite ausgeblendet bleibt, werden Warnhinweise der Seele dann gar nicht mehr wahrgenommen.

Auf der unbewussten Suche nach Erfüllung ist dieser Mensch in den Leistungsdruck gegangen. Die Vorstellung, dass es nur so geht, wenn man etwas erreichen will, hält sein Funktionieren in Gang. Was er dann tatsächlich erreicht, ist kurzfristige Befriedigung oder vermeintliche Zufriedenheit in einem Erfolg oder Konsum. Die darin liegende Kurzfristigkeit, sorgt dafür, dass er schnell weitersuchen muss. Dass dies jedoch nicht das ist, wonach er wirklich sucht, bemerkt er lange Zeit nicht.

Irgendwann brennt er dann langsam aus und versucht gleichzeitig, dies mit aller Kraft zu vermeiden. Für diese Vermeidungshaltung muss er ungeheuer viel Energie aufwenden. Der Druck in ihm steigt also noch mehr und führt nun in einen Zustand, der ihn zwingt, langsam zu werden. Die Seele hat ihn schon lange gefragt, wofür sein Herz denn wirklich brennt, nur hat er es nie gehört. Darum brennt er aus und geht in einen Burn-out. Hier liegt spätestens jetzt die Chance, aus seinem Hamsterrad auszusteigen und sich die Sinnfragen seines Lebens zu stellen.

Depressionen

Wie aus der Bezeichnung schon abzuleiten ist, entstehen Depressionen aus allem, was einem Menschen Druck macht. Der Druck, der hier gemeint ist, entsteht aus der Verwirrung von Gefühlen und Gedanken und zusätzlich aus einem Ignorieren von Wahrheit und Wesentlichkeit.

Auf der Suche nach Orientierung, richtet sich dieser Mensch auf Äußerlichkeiten. Er reagiert dabei aus seinen Prägungen, Konditionierungen und Verhaltensmustern. Über Jahre hinweg wird der Druck immer größer. Er hat viele Namen: Perfektionismus, Erfüllungsdruck, Erwartungsdruck, Neid, Eifersucht, Schuld und Scham, um nur einige zu nennen. Irgendwann stellt sich eine beginnende Lähmigkeit und Freudlosigkeit ein. Spätestens dann wird das Seelenrufen lauter. Es ist höchste Zeit, seinen Blick nach innen zu richten.

Wird all das ignoriert, setzen die Gedanken und Gefühle ihr Verwirrspiel fort. Das unbewusste Suchen führt dann nicht selten in eine Sucht.

Angststörungen

In den heutigen Zeiten des Gehetztseins und in Art und Weise wie wir mit uns umgehen, wird eine künstlich hervorgerufene Alarmbereitschaft in uns nicht selten zu einem Dauerzustand. Unser System ist dann nicht mehr in der Lage, in seinen Ruhezustand zurückzukehren. Hier liegt eine Ursache für Angst, die sich durch diese Störung verselbständigt und verschiedenste Formen annimmt.

Darüber hinaus resultieren Ängste aus Prägungen, Konditionierungen und Verhaltensmustern. Sie stammen also gar nicht von uns selbst. Diese Zusammenhänge dürfen aufgedeckt und ins Bewusstsein gebracht werden.

Weitere Ängste haben wir übernommen, z. B. von unseren Eltern, Großeltern oder anderen Personen.

Auch selbst erschaffene Ängste sind nicht selten, zum Beispiel wenn etwas in einem Film Gesehenes sich zu eigen gemacht wird, obwohl es nicht einmal real ist.

So verschieden wie die Ängste, sind auch die Menschen, und manchen Menschen fällt es schwerer damit umzugehen als anderen. Sie entwickeln Störungen und gehen in Vermeidung und Rückzug.

Auch hier ruft die Seele längst nach Ruhe und dem eigenen Tempo, nach Innenschau und Selbsterkennung. Auch an dieser Stelle ist die Elementetypologie sehr interessant und aufschlussreich.

Physische und psychosomatische Erkrankungen

Rein physische Erkrankungen gibt es wohl selten. Denn auch ein einfacher Schnupfen oder eine körperliche Verletzung infolge eines Unfalls lässt sich auf ihren Ursprung zurückführen. Dieser liegt aus Sicht der Lichtessenztherapie immer in Geist und Seele.

Physische Erkrankungen äußern sich über Blockaden, Mangel- und Überschusssymptome oder Prozesse der Zersetzung.

Ganz gleich also, woran du erkrankt bist oder was dir geschehen ist, es lohnt sich, dahinter zu schauen, um dich selbst mit der Erkrankung in Verbindung zu bringen und persönliche, familiäre oder globale Zusammenhänge zu erkennen. Das Erscheinen einer körperlichen Symptomatik ist sehr aufschlussreich in Bezug auf ein dahinter liegendes Thema. Dies ist ein erster Schritt zu einer möglichen Heilung.

Besonders deutlich wird dies bei den Psychosomatischen Erkrankungen. Auch wenn eine körperliche Störung vorliegt oder diagnostiziert ist, wird hier doch sichtbar, dass seelische Prozesse im Körper ihren Ausdruck gefunden haben. Je nachdem wie ein Mensch beschaffen ist, findet sein Leid, wenn er es über lange Zeiträume ignoriert, den Weg in seinen Körper, damit es dort für ihn sichtbar und spürbar wird.

„Geh Du vor“,
sagte die Seele zum Körper,
„auf mich hört er nicht.
Vielleicht hört er auf Dich.“
„Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit für Dich haben“,
sagte der Körper zur Seele.

U. Schaffer

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